Kindergeburtstag Pumuckl

Kindergeburtstag Pumuckl – Chaos in der Schreinerei

Hurra, hurra – endlich ist das Thema Pumuckl da!
Mein Neffe hat mir unwissentlich einen großen Wunsch erfüllt, als er sich zu seinem Geburtstag eine Party mit dem Quatschkopf meiner Kindheit gewünscht hat. Dieses Motto stand schon lange auf meiner inneren Geburtstags-Wunschliste.

Und bevor ich euch erzähle, was ich mit sechs fünfjährigen Kindern angestellt habe – beziehungsweise, was Pumuckl alles angestellt hat – muss ich euch noch etwas fragen:
Haben eigentlich auch Nicht-Bayern die Serie als Kind geliebt? Oder war der Meister Eder mit seinem bayerisch Mundart schwer verständlich und damit direkt uninteressant?
Schreibt mir das gerne in die Kommentare, das interessiert mich wirklich sehr!

Jetzt aber hinein ins Chaos der Schreinerei…

Hölzerne Pumuckl-Einladung

Bei diesem Kindergeburtstag drehte sich natürlich alles um Holz, Werkzeug und Schabernack. Schließlich wohnt Pumuckl in der Schreinerei vom Meister Eder – und genau diesen „hölzernen Faden“ wollte ich von Anfang bis Ende durchziehen.

Die Einladung machte also direkt den Anfang:
Jedes Kind bekam ein kleines Holztäfelchen, in das das Motiv eingebrannt war. Meine Schwester – die Mama des Geburtstagskindes – hat dafür eine richtig tolle, außergewöhnliche Pumuckl-Variante entworfen, die man bei ihr sogar personalisiert bestellen kann.

Witzigerweise waren beim Verteilen der Einladungen vor allem die Eltern begeistert. Sofort kamen Kindheitserinnerungen hoch. Die Kinder hingegen kannten Pumuckl vor allem aus der aktuellen Kino-Version – und freuten sich mindestens genauso auf die Party.

Die Schreinerei auf den Tisch gebracht

Wenn ich an den Pumuckl denke, fallen mir spontan drei Dinge ein: ein kleiner Kobold, eine Schreinerei in München und Leim.

Mit genau so einem kleinen Brainstorming starte ich übrigens immer meine Kindergeburtstags-Planungen. Von dort aus überlege ich dann, wie sich die Ideen praktisch umsetzen lassen. In diesem Fall ging das erstaunlich leicht.

Bayerischer als mit einer weiß-blauen Tischdecke * und einem Brezelständer * geht es schließlich kaum. Damit war auch gleich ein Teil des Frühstücks geklärt, das die Kinder zu Beginn der Party um 10 Uhr bekamen.

Über den Tisch verteiltes Stroh stellte die Hobelspäne dar, und aus der Kinderwerkstatt meines Neffen borgte ich mir verschiedenes Spielwerkzeug. Bei echtem Werkzeug aus Opas Werkstatt war mir das Risiko dann doch zu groß.

Natürlich durfte auch der Pumuckl selbst nicht fehlen. Aber man kann ihn ja eigentlich nicht sehen – außer, er hängt irgendwo fest. Also bastelte ich aus einer Konservendose, Heißkleber und einem Ausdruck einen echten Hingucker für die Tischmitte: Der kleine Kobold klebte, für alle sichtbar, an einer Leimdose fest.

Und was isst und trinkt Pumuckl am liebsten? Natürlich Marmelade, Schokolade und Milch. Serviert wurde das Ganze auf Frühstücksbrettchen* und aus Tassen*, die meine Schwester erneut mit den Namen aller Gäste personalisiert hatte. Dieses Set diente gleichzeitig als perfektes Giveaway – praktisch, persönlich und thematisch einfach rund.

Pumuckl und sein Schabernack

Nachdem alle Bäuche gefüllt und alle Geschenke ausgepackt waren, widmeten wir uns ganz dem kleinen Kobold. Denn der war plötzlich samt Koboldgold verschwunden – versteckt, unsichtbar oder einfach nur frech wie üblich. Immer wieder blitzten rote Haare, ein Fuß oder ein Grinsen auf, während in der Werkstatt das Chaos zunahm.

Die Aufgabe der Kinder: Pumuckl finden und ihm den Schatz abluchsen.

Dafür schnitt ich einen laminierten Ausdruck des Pumuckls – passend zur Anzahl der Spiele – in vier Teile. Jedes Teil wurde so versteckt, dass immer ein kleines Stück sichtbar war.
Immer wenn die Kinder ein Puzzleteil fanden, wartete ein Spiel auf sie. Als das Puzzle komplett war, sollte auch der Schatz endlich auftauchen – allerdings in einer Form, die den fünfjährigen Kindern noch völlig unbekannt war.

Früh übt sich, wer ein guter Schreiner sein will

Mit dem ersten Puzzleteil startete ein ganz simples Spiel, das aber für große Begeisterung sorgte – vermutlich, weil es zu Hause eher verboten ist:
Einen Nagel in einen Holzscheit hämmern.

Und zwar mit echten Erwachsenenhämmern.
Natürlich half ich ein wenig nach, wenn die Kraft fehlte, und achtete sehr genau darauf, dass bei den Zuschauern keine Nase (oder Schlimmeres) in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Kindergeburtstag Pumuckl Nagelspiel
Hab ich schon erwähnt, dass ich als Meisterin Eder verkleidet war?

Aus Schraubenchaos wird Schraubenmännchen

Oh nein – Pumuckl hat alle Schrauben, Nägel und Muttern durcheinandergebracht!
Ganz in der Nähe des Chaos fanden die Kinder das nächste Puzzleteil. Der Kobold wurde also langsam immer sichtbarer.

Bevor es weiterging, hieß es allerdings erst einmal: sortieren. In Gemeinschaftsarbeit wurden alle Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben zu ordentlichen Häufchen gelegt.

Als das geschafft war, zog ich aus meiner Tasche ein kleines Schraubenmännchen, das ich zuvor aus genau diesen Teilen zusammengeschraubt hatte.
Jetzt durfte jedes Kind sein eigenes Männchen basteln, ihm einen Namen geben – und natürlich mit nach Hause nehmen. Das Aufräumen hatte sich also gelohnt!

Zum Nachbasteln braucht man:

  • eine Schraube
  • eine etwas größere Unterlegscheibe
  • drei passende Muttern
  • zwei passende Flügelmuttern

Beim Klabautermann – ist das hoch!

Das nächste Puzzleteil und das dazugehörige Spiel verlangten den Kindern ruhige Hände und Geduld ab. Die Aufgabe: Alle herumliegenden Holzklötze sollten zu einem einzigen hohen Turm gestapelt werden.

Auf einem Metermaß hatte ich eine Markierung bei 65 cm angebracht. Sobald der Turm diese Höhe erreichte, war die Aufgabe geschafft. Beim vierten Anlauf klappte es – und der Jubel war groß. Wobei die Kinder es mindestens genauso lustig fanden, wenn der Turm einstürzte und alle schnell zur Seite springen mussten.

Die Spannung stieg, denn Pumuckl war fast komplett zusammengepuzzelt. Es fehlte nur noch ein Teil – und das Koboldgold konnten wir quasi schon riechen.

Pumuckl neckt, Pumuckl versteckt …

… sich.
Nachdem die Kinder beim Finden der Puzzleteile inzwischen echte Profis waren, spielten wir das Ganze nun in Reinform. Abwechselnd durfte immer ein Kind in die Rolle des Pumuckls schlüpfen, setzte eine rote Pumuckl-Perücke * auf und versteckte sich.

Exkurs:
Ich liebe es, klassische Kinderspiele aus meiner eigenen Kindheit thematisch anzupassen und bei Kindergeburtstagen einzubauen. Spiele wie Mehlschneiden oder Schokoladenessen, die in den 80ern auf keiner Party fehlen durften, fanden zum Beispiel schon ihren Platz bei einer Weltraumparty.

Kindergeburtstag Pumuckl und Meister Eder

Der Pumuckl und das Koboldgold

Nun war es so weit: Der Pumuckl war vollständig sichtbar gemacht, und das große Party-Highlight stand an. Ich holte eine Pumuckl-Pinata* hervor, in deren Innerem Koboldgold * und Süßigkeiten auf ihre Befreiung warteten.

Bevor es losging, mussten sich alle Kinder allerdings meine strengen Pinata-Regeln anhören – und diese auch einhalten:

  • Aufstellen in einer Reihe mit genügend Abstand
  • Der Schlagstock wird erst weitergegeben, wenn alle richtig stehen
  • Geschlagen wird einmal – und erst auf mein Kommando
  • Danach kommt der Stock sofort zurück zu mir
  • Wenn etwas aus der Pinata fiel, rannte niemand los. Erst wenn alles draußen ist, bilden wir einen gemeinsamen Haufen und verteilen fair.

Zum Abschluss saßen die Kinder im Kreis um den Schatz. Bei einem vorher vereinbarten Wort durften sie sich jeweils eine Süßigkeit schnappen. In unserem Fall zählte ich Farben auf – und nur bei „ROT“ durften sie zugreifen. Das sorgte für Spannung und dafür, dass wirklich alle gleich viel bekamen.

Nach dem Mittagessen klingelten auch schon die ersten Eltern, um ihre aufgeregten kleinen Kobolde abzuholen.
Ich hatte riesigen Spaß – und bin jetzt schon gespannt, welches Motto sich mein Neffe zum sechsten Geburtstag aussuchen wird.

Danke fürs Lesen und Dranbleiben!

Knallbunte Grüße
Jessica

 

Kindergeburtstag Pumuckl
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