(14) Diagnose Reluxation – Vorbereitungen für die 6. OP

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Ruhe vor dem Sturm

Die zwei Monate bis zur Operation vergingen wie im Flug. Da der Heilungsprozess und damit die Liegephase für den Hochsommer geplant war – wir entschieden uns trotz der Hitze für die großen Kindergartenferien, damit die Große möglichst wenig verpasst -, unternahmen wir ganz viel mit den Kindern.

Zwischendurch erreichte uns noch ein Anruf von Dr. Schuseil, dem behandelnden Orthopäden, dass sich das Team gegen das Schaumstoffmodul entschieden hatte. Um die Hüfte nach der OP noch stabiler fixieren zu können, wollten sie doch wieder einen Becken-Bein-Gips anlegen. Toll, jetzt hatte ich mich gerade in die Handhabung des Moduls eingelesen und damit angefreundet, da kam die nächste Hiobsbotschaft.

Planen, Vorbereitungen, Lösungen finden

Ich überlegte mir, wie wir die fast 4-jährige Große sechs Wochen lang bei Laune halten könnten.  

  • Ich bastelte einen Countdown-Kalender für sie nach dem Vorbild eines Adventskalenders, in dem für jeden Tag ein Pixi-Buch verpackt war. So würde uns der Vorlesestoff nicht so schnell ausgehen und sie hätte außerdem für jeden Morgen eine kleine Belohnung für’s tapfer sein und Durchhalten.
Countdown Adventskalender, Vorbereitungen
Countdownkalender mit einem Pixi Buch für jeden Tag, den die Große liegend verbringen muss.
  • Ich kaufte süße Kleidchen, damit die kleine Prinzessin sich trotz Allem hübsch anziehen konnte.
  • Wir kauften ein Kinder-Tablet, damit sie sich auch mal gut alleine beschäftigen konnte.
  • Ich plante mit der gesamten Familie jeden einzelnen Tag durch. Es sollte außer mir immer noch mindestens eine weitere vertraute Person da sein, zum Vorlesen, Bespaßen und Baby beaufsichtigen. Der Kleine fing gerade an zu krabbeln und war bzw. ist immer noch ein sehr aufgewecktes und neugieriges Kind, das ständig auf Achse ist. Zudem stillte ich noch, was auch irgendwie mit eingebaut werden musste. Gott sei Dank war die Große schon fast vier Jahre alt. Da durfte dann auch mal der Fernseher eine Weile laufen. Der Papa hat sich so viel Urlaub und Homeoffice eingetragen wie möglich und Tante und Cousine wollten auch anreisen und uns eine Woche lang unterstützen. Und ohne die Hilfe von Omas und Opas wäre es definitiv nicht gegangen.
  • Ihr Krankenlager sollte die Couch sein. Ausgezogen ist darauf genug Platz, dass ich nachts neben ihr schlafen und bei ihr sein konnte. Für tagsüber kauften wir einen Betttisch, auf dem sie essen, malen, spielen konnte. Mir tat es sehr leid, dass sie Ihr Kinderzimmer im ersten Stock sechs Wochen lang nicht würde sehen können.

Alles auf Go

Großen Respekt hatte ich auch vor dem 2-wöchigem Krankenhausaufenthalt. Das 8 Monate alte Stillbaby musste ich logischerweise mitnehmen. Ich habe versucht, ihn auf Flasche umzustellen, aber er hat sich stur geweigert. Ein krabbelnder Kleiner und eine frisch operierte, ans Bett gebundene Große, 24/7, uahhhh….

Zwei Tage vor der Aufnahme ins Krankenhaus begann ich zu packen, dem Papa so viel wie möglich vorzukochen und einzukaufen (neben Arbeiten und Besuchen blieb ihm dafür keine Zeit) und daheim alles vorzubereiten für unsere Heimkehr mit dem Krankentransport. Mein Respekt vor den anstehenden Wochen wuchs. Der Abschied im Kindergarten war tränenreich und sehr herzlich. Die Vorbereitungen waren abgeschlossen. Alles war auf Go gestellt. 

Und dann bekam die Große Fieber.

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