(10) Diagnose Hüftreluxation – abgebrochene Operation

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Zwischen den Operationen

Die Zeit daheim verging sehr schnell. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob mir das jetzt im Nachhinein beim Schreiben nur so erscheint und ich das vergessen habe. Damals erschien es mir bestimmt wie eine Ewigkeit, aber man vergisst es. Dank des Spreizkinderautositzes waren wir mobil und konnten auch mal kleine Ausflüge und Familienbesuche machen. Mein Countdown-Kalender zeigte mir täglich, wie schnell die Zeit eigentlich verging (mehr dazu hier). Alles lief eigentlich ganz gut.

Kopfkino: Horrorfilm

Für die nächste Operation war eine sogenannte varisierende Femurosteotomie geplant. Dabei wird der Oberschenkelknochen durchtrennt und eingeknickt, sodass ein optimaler Winkel zur Hüftpfanne entsteht. Durch einen im Knochen festgeschraubten Metallwinkel wird alles für einige Monate in Position gehalten, um ein erneutes Ausrenken zu vermeiden, bis alles verwachsen ist. Die OP ist vergleichsweise aufwendig und sollte der bislang größte Eingriff werden.

Man kann sich also unsere Verwunderung vorstellen, als die Große nach bereits 45 min in ihrem Krankengitterbettchen wieder ins Patientenzimmer gerollt wurde. Das Ärzteteam traf direkt danach mit traurigen Gesichtern ein. Folgendes war passiert:

Komplikation während der Operation

Nach der Abnahme des Gipses unter Narkose stellten die Ärzte fest, dass der Draht von innen die Haut leicht perforiert hatte. Dadurch war es möglich (wenn auch sehr unwahrscheinlich), dass ein Hautkeim eingedrungen war. Bei Operationen am offenen Knochen ist dann das Risiko einer größeren Infektion zu groß. Deshalb wurde nur der Draht entfernt und ein neuer Gips angebracht, alles Weitere wurde verschoben. Das bedeutete für meine Große und uns noch drei weitere ungeplante Wochen Gips. Vorsichthalber musste ich ihr zehn Tage lang ein Antibiotikum geben, nur für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass tatsächlich ein Keim nachgewiesen wird.

Und das war natürlich der Fall, die Große schreit ja immer „HIER“. Das Labor fand im Abstrich tatsächlich Staphylokokken. Die Ärzte hatten völlig richtig entschieden.

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Papa und Tochter, gemeinsam stark: Chakka, wir schaffen das!

Nochmal drei Wochen obendrauf

Drei Tage nach dem abgebrochenen Eingriff durften wir wieder heim. Ich malte einen neuen dreiwöchigen Countdown auf den Gips, erholte mich von dem erneuten Rückschlag und nahm die Vorbereitungen für die anstehende Hochzeits-/ Tauffeier wieder auf. Noch 3 1/2 Monate bis zum großen Tag, davon auf jeden Fall noch  9 Wochen Gips. Es DURFTE einfach nichts mehr schief gehen…

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