(6) Diagnose Hüftluxation – Spreizkinderautositz

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Wertvoller Tipp: Spreizkinderautositz

Zwei Tage vor der Entlassung sprachen wir den Arzt auf die Heimfahrt an. Der neue Gips war größer als der davor und auch in einer anderen Position angebracht, sodass eine normale Autofahrt mit Babyschale nicht mehr möglich war. Die Große passte da nun nicht mehr hinein. Gut, dass uns das aufgefallen ist, die Ärzte haben dieses Problem nämlich nicht erkannt. Oder sich zumindest nicht drum geschert. Aber kein Thema, es wurde ein Krankentransport organisiert. Und den sollten wir dann auch wöchentlich zu den Kontrollterminen bestellen. Nur wie, bitte schön, war ich den Rest der kommenden 6 Wochen mobil?

Mein Mann recherchierte und fand einen Anbieter für breite Spreizkinderautositze, die speziell für Kinder mit Becken-Bein-Gips bzw Fettweisgips hergestellt und verliehen werden. Wir telefonierten herum und erfuhren von unserer Krankenkasse, dass die Leihgebühr für den Sitz nach ärztlicher Anordnung sogar übernommen wird. Waren wir tatsächlich der erste Fall in diesem Krankenhaus, der darauf aufmerksam machte? Wie handhabten das denn andere Eltern? Die Ärzte zumindest hatten sich bis dato offensichtlich noch nicht damit auseinander gesetzt oder etwas von Spreizkinderautositzen gehört, denn wir kamen ja erst mit der Thematik auf. Unfassbar! Operieren, operieren, aber was danach kommt, interessiert nicht. (Sorry, liebe Ärzte, soll keine Pauschalisierung sein.)

Wir bestellten den Spreizkinderautositz, er sollte in wenigen Tagen zugeschickt werden, und nutzten den Krankentransport für die Heimfahrt. Wie unzureichend dieser organisiert war und dass ich mit einem frisch operierten Baby in einer anderen Ambulanz umsteigen und stundenlang alleine warten musste will ich nur kurz erwähnt haben.

Zwei Kinderwagen sind besser als einer

Dank des Autositzes waren wir in den kommenden Wochen mobil. Klar, einkaufen gehen oder andere Erledigungen machen – das kriegt man kaum geregelt. Aber zumindest fand ich eine gute Lösung für den Alltag zu Hause.

So ein Gips ist schwer und extrem unhandlich, schon nach zwei Wochen hatte ich eine Sehnenscheidenentzündung. Ich hatte die Idee, die Große auch in der Wohnung ständig in einem Kinderwagen liegen zu haben. So konnte ich sie einfach von Zimmer zu Zimmer mit schieben und meinem Haushalt gerecht werden. Damals wohnten wir jedoch im 4. Stock ohne Aufzug, also entweder konnte ich den Kinderwagen unten parken, um Spazieren gehen zu können, oder oben in der Wohnung nutzen. Die Lösung: Wir borgten uns den Kinderwagen von Freunden, der gerade (zwischen Kind Nummer 1 und Nummer 2) nicht im Einsatz war und machten ihn zu unserem „Drinnen-Wagen“. Das war so perfekt! Die Große, inzwischen immer neugieriger und wacher, konnte alles sehen und ich konnte kochen, putzen und mit ihr Quatsch machen. Und gleichzeitig riskierte ich nicht ihr weh zu tun, indem ich sie überall mit hin schleppte. Im nächsten Beitrag wird es 10+1 Tipps geben, wie man sich den Alltag etwas erleichtern kann.

Wie schon die sechs Wochen der ersten Gipsphase zog sich trotz allem auch die zweite wieder ganz schön in die Länge.  Wieder konnte ich das Ende nicht erwarten, denn dann war ja endlich alles ausgestanden. Oder doch nicht?

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